Der ultimative Leitfaden für Reinigungsprozessindikatoren:
2026-01-08
Was sie sind, wie sie verwendet werden und wie Sie die richtigen für Ihre Gesundheitseinrichtung auswählen
In Gesundheitseinrichtungen ist die Gewährleistung der Sauberkeit medizinischer Instrumente nicht nur wichtig, sondern entscheidend für die Patientensicherheit. Eine Sichtprüfung mag zwar ausreichend erscheinen, doch viele Reinigungsprozesse umfassen komplexe Instrumente mit Hohlräumen, Gelenken und Spalten, die allein mit dem Auge nicht ausreichend beurteilt werden können. Hier kommen Reinigungsprozessindikatoren (CPI) ins Spiel, die ein unverzichtbares Hilfsmittel sind, um die Wirksamkeit Ihrer Reinigungsverfahren zu überprüfen.
Was sind Reinigungsprozessindikatoren?
Reinigungsprozessindikatoren sind synthetische Testverschmutzungen, die zur Überwachung und Validierung der Wirksamkeit von Reinigungsprozessen in Gesundheitseinrichtungen entwickelt wurden.
CPI bewerten speziell, ob die Reinigungsverfahren so angewendet werden, wie sie ursprünglich konzipiert wurden.
CPI sind künstliche Testsubstanzen mit standardisierten, vorhersehbaren Abwascheigenschaften. Diese Indikatoren verändern sich oder verschwinden, wenn sie den richtigen Reinigungsbedingungen ausgesetzt werden, und liefern so eine visuelle Bestätigung dafür, dass Reinigungsparameter wie Zeit, Temperatur, chemische Konzentration und mechanische Einwirkung angemessen sind und sich nicht unbemerkt verändert haben.
Wie werden Reinigungsprozessindikatoren verwendet?
CPI werden in erster Linie in Reinigungs- und Desinfektionsgeräten (RDG), Endoskopreinigungsgeräten und Textilwaschmaschinen verwendet. Die Anwendung ist unkompliziert: Die Indikatoren werden an schwierigen Stellen in einer Halterung platziert oder in hohle Durchfluss-Process Challenge Devices (PCD) eingesetzt, die schwer zu reinigende Hohlraum-Instrumente simulieren.
Während des Reinigungszyklus sind die Indikatoren denselben Bedingungen ausgesetzt wie die medizinischen Instrumente. Nach Abschluss des Zyklus überprüfen medizinische Fachkräfte die Indikatoren visuell, um festzustellen, ob sie gemäß den vorgegebenen Kriterien ausreichend entfernt oder verändert wurden. So erhalten sie sofortiges Feedback zur Wirksamkeit des Reinigungsprozesses, ohne auf langwierige biologische Testergebnisse warten zu müssen.
Für die routinemäßige Überwachung verwenden Einrichtungen in der Regel CPI in jeder Reinigungscharge, insbesondere bei der Aufbereitung von „kritischen B“-Instrumenten – also solchen, deren Oberflächen nicht visuell auf ihre Sauberkeit überprüft werden können.
Auswahl der richtigen Reinigungsprozessindikatoren
Die Auswahl geeigneter CPI erfordert das Verständnis, dass verschiedene Reinigungsprozesse unterschiedliche Fähigkeiten haben. Nicht alle Indikatoren sind für jede Anwendung geeignet, und die Wahl des falschen Typs kann zu falschen Ergebnissen führen – entweder werden tatsächliche Reinigungsfehler übersehen oder erfolgreiche Prozesse als unzureichend gekennzeichnet.
- Berücksichtigen Sie Ihre Reinigungsprozessparameter:Verschiedene Indikatoren haben unterschiedliche Widerstandsgrade. Einige lassen sich während der Vorreinigung leicht mit kaltem Wasser abwaschen, während andere eine bestimmte Kombination aus Temperatur, Reinigungsmittelkonzentration und mechanischer Einwirkung erfordern. Der Schlüssel liegt in der Auswahl eines Indikators, der durch Ihren validierten Reinigungsprozess vollständig entfernt wird, aber sichtbar bleibt, wenn kritische Parameter beeinträchtigt sind.
- Legen Sie eine Baseline-Leistung fest: Die beste Vorgehensweise ist es, während der Validierung mehrere Indikatortypen parallel zu testen, um zu ermitteln, welcher Indikator durch den etablierten Prozess gerade noch abgewaschen wird. Dies wird zu Ihrem routinemäßigen Überwachungsstandard.
Bewährte Verfahren für die Umsetzung
CPI erfordern eine ordnungsgemäße Lagerung fern von Chemikalien (die die Eigenschaften des Indikators beeinträchtigen können), eine konsistente Platzierung innerhalb der Reinigungskammer und klare Dokumentationsprotokolle. Das Personal sollte geschult werden, um akzeptable Abwaschergebnisse zu erkennen und Fehlerbehebungsverfahren zu verstehen, wenn Indikatoren auf Prozessfehler hinweisen.
Eine regelmäßige Überprüfung der CPI-Ergebnisse hilft dabei, Trends zu erkennen, die auf Wartungsbedarf an Geräten, Probleme mit Reinigungsmitteln oder Prozessabweichungen hinweisen könnten, bevor diese die Patientensicherheit beeinträchtigen.
Fazit
Reinigungsprozessindikatoren sind ein wesentlicher Schritt zur Überprüfung der Aufbereitung von medizinischen Instrumenten. Durch das Verständnis ihres Zwecks, ihrer ordnungsgemäßen Anwendung und ihrer Auswahlkriterien können Gesundheitseinrichtungen ihre Infektionskontrollprotokolle verbessern und konsistente, zuverlässige Reinigungsergebnisse sicherstellen. Denken Sie daran, dass CPI Teil eines umfassenden Qualitätssicherungsprogramms sind – sie ergänzen andere Überwachungsmethoden und Mitarbeiterschulungen zu richtigen Aufbereitungstechniken, ersetzen diese jedoch nicht.
Durch eine Partnerschaft mit Mesa Labs/GKE erhalten Sie Zugang zu bewährten Reinigungsprozessindikatoren, Experten-Tools und der Unterstützung, die Sie benötigen, um die Validierung und Reinigungsüberwachung zu vereinfachen.
Themen: Reinigungsprozessindikatoren
Bleiben Sie auf dem Laufenden.
Melden Sie sich für unseren Newsletter an
Entdecken Sie unsere individuellen Lösungen für Ihre Branche. Wir unterstützen Sie gerne bei der Konzeption der Überwachung mit Bio- und Chemoindikatoren sowie bei der Auswahl geeigneter Process Challenge Devices.